Der Wahlspruch des Kollektivs:

Der Oper die Maske abnehmen,
mit Schweiß und Herzblut Kunst auf die Bühne bringen,
in direkten Kontakt mit dem Publikum gehen
und Berührungsängste abbauen!

Wir, das Junge Kollektiv MusikTheater e.V., sind ein gemeinnütziger Verein, der seit 2018 in ehrenamtlicher Arbeit MusikTheater-Produktionen im Raum Karlsruhe realisiert.

Dabei suchen wir künstlerisch nach neuen Wegen, um MusikTheater neu erfahr- und erlebbar zu machen. Freiheit, Experimentier- und Risikofreude sind uns dabei besonders wichtig, ebenso, alte Werke für neue Interpretationsansätze und ungewöhnliche Perspektiven zu öffnen und so für ein breitgefächertes Publikum neu zu erschließen und zugänglich zu machen.

Fotos Hochzeit des Figaro

Fotos Gianni Schicchi

Oper wird oft als verstaubte, schlecht gealterte oder spießige Kunstform verkannt. Doch gibt es unzählige spannende dieser Werke zu entdecken – ob Standardrepertoire oder unbekanntere Stücke –, die klug, feinsinnig und durch ungebrochen aktuelle Thematiken beweisen, dass es sich lohnt, sich mit ihnen auseinander zu setzen. 

Durch die Verbindung mit der Musik ist diesen Stücken eine weitere Ebene hinzugegeben. Sie verändert die zeitliche und räumliche Wahrnehmung, kann gewichten, kommentieren, verfremden, überzeichnen und emotionalisieren, zum Weinen schön und tieftraurig, urkomisch oder erschreckend sein.

Um einen anderen Zugang zu ermöglichen, heben wir die Opernbühne in ihrer klassischen Anordnung auf und durchbrechen dabei auch die Trennung zwischen Szene und Publikum. Solche neuen Perspektiven erreichen wir durch das Bespielen von ungewöhnlichen Räumen, die wir für die Oper neu entdecken. 

So führten wir etwa Mozarts Die Hochzeit des Figaro 2018 in einer eigenen Fassung im Perfekt Futur auf, spielten August 2019 die Puccini-Oper Gianni Schicchi und im Sommer 2020 Die lustigen Weiber von Windsor von Otto Nicolai in der Fleischmarkthalle auf dem Gelände des alten Schlachthofes.

Fotos Die lustigen Weiber von Windsor

Das Schöne an diesem bunten Potpourri ist, dass wir alle ein gemeinsames Ziel verfolgen und die Liebe zur Musik (insbesondere zur Operngattung) teilen.

Und Regeln? Die gibt es nicht. Es gibt keine klassische Bühne, keine eingestaubten Vorgaben. Die Zuschauer sollen hautnah ins Geschehnis eintauchen – und so ihre Perspektive ändern, ja, sich vielleicht sogar loslösen von Bildern, die man bisher im Kopf hatte.

Unter dem Motto MACHT // THEATER // WIRKLICHKEIT haben wir uns in täglichen Diskursveranstaltungen gemeinsam mit Kollektivler:innen und Publikum mit Fragen von künstlerischen Prozessen, Machtverteilung, Arbeitsstrukturen am Theater und kollektiver Zusammenarbeit beschäftigt.

Auch unser künstlerisches Programm hinterfragte auf vielfältige Art und Weise die Möglichkeiten des Theaters sowie seine Beziehung zu unserem privaten wie gesellschaftlichen Alltag:

Fotos vom Musiktheaterfestival 2022

Kommende Produktionen

Infos zu unseren anstehenden Produktionen

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